19.09.2009

COPACO-Gruppe präsentiert wegweisende Technik

Die LOPE-C zeigt: Smart Packaging ist einsatzbereit

Smart Packaging ist im Einsatz, das Internet der Dinge Realität. Bis zu einem flächendeckenden Einsatz RFID-gestützter Massenlogistik werden zwar noch einige Jahre vergehen. Innovative Hersteller wie die Unternehmen der COPACO-Gruppe bieten aber bereits Lösungen an, um Logistik und Marketing „smart“ zu machen, zum Beispiel durch druckbare Elektronik. Auf der LOPE-C – Kongress und Ausstellung zu aktuellen Entwicklungen der organischen und gedruckten Elektronik – unterstrich die COPACO einmal mehr das zukunftsweisende Potenzial des Smart Packagings und der RFID-Technologie mit eindrucksvollen Produktinnovationen.


„Die Welt der organischen und gedruckten Elektronik verändert sich sehr schnell. Basierend auf den großen Fortschritten wird derzeit massiv in den Aufbau von Produktionslinien investiert“, sagt Wolfgang Mildner, Geschäftsführer des Chipspezialisten PolyIC und Vorsitzender der Organic Electronics Association (OE-A). Die mittelfristig größten Wachstumsfelder seien, laut OE-A, organische Photovoltaik, flexible Displays und OLED-Beleuchtungen sowie Datenspeicher und Schaltkreise unter anderem für RFID-Tags.

Träger der Informationen und Funktionen des Smart Packagings ist die Verpackung. Daher ist es folgerichtig, dass Verpackungshersteller Lösungen zur Nutzung und Integration der Technologie vorantreiben, ihren Kunden den Weg ins Smart Packaging bereiten. Allen voran die COPACO-Gruppe. Sie bietet beispielsweise das Verida-System an, das alle gängigen Smart Packaging-Technologien, wie beispielsweise 2D-Codes, RFID, Near Field Communication (NFC), WWW, SMS, Mobile Phones, Scanner, Gates  usw. vereint. Das Track&Trace-System für Einzelverpackungen gewährt  erhöhte Marken- und Produktsicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg – von der Herstellung bis zum Verkauf. Auch für Marketing und CRM eröffnen sich neue Möglichkeiten.

In Zukunft sollen solche Verpackungen Standard sein. Zusatzinformationen in verschiedenen Sprachen, audiovisuelle Elemente wie das Vorlesen des Beipackzettels, Fälschungswarnungen und auffallende Effekte stellen einen Mehrwert für Produzenten, Handel und Verbraucher dar. Und auch Transponder für das Internet der Dinge, also für die RFID-gestützte Massenlogistik in offenen Handelssystemen, werden schon bald flächendeckend eingesetzt werden. Denn „Standards sind schon längst internationalisiert und somit einsatzbereit“, wie Michael Clasen von der Beratungsfirma eSimplexity sagt. Diese ermöglichen, dass einzelne Waren über die gesamte Logistikkette identifiziert werden können und ihren Preis an die Kasse funken können. Weitere integrierte Komponenten wie Sensoren und Displays können über die Transponder gesteuert werden, so dass sie beispielsweise eine Unterbrechung der Kühlkette oder die Überschreitung des Verfallsdatums anzeigen.

Um aber RFID in der Großauflage einsetzen zu können, müssen komplexe Schaltungen mit Halbleitern realisiert werden, die den Fertigungsprozess für gedruckte RFID-Transponder vereinfachen. Lassen sich die Tags auf die Verpackung inline aufdrucken, sinken die Kosten maßgeblich und die Einsatzmöglichkeiten vervielfältigen sich. Denn die auf den Transpondern gespeicherten Informationen können elektronisch verschlüsselt, berührungslos und ohne Sichtprüfung ausgelesen und durch übergeordnete Informationssysteme verarbeitet werden. Dadurch lassen sich Waren aller Art schneller identifizieren, positionieren und vor Fälschung schützen, da das einzelne Produkt über den Chip eindeutig identifizierbar ist. Auch für schwierige Umgebungen, in denen Flüssigkeiten und Metalle bisher den Einsatz der Technik verhinderten, gibt es mittlerweile Lösungen.

Zum Beispiel die Faltschachtel KF5007 der COPACO-Firma Karl Knauer. Sie zeigt eindrucksvoll die Möglichkeiten, die RFID für das Marketing am P.O.S. bietet, und überwindet die bisherigen Materialhindernisse. Die innovative Verpackung sticht schon allein mit ihrem silbernen Metallfinish aus der Masse heraus. Aber die Kombination der Metallelemente mit Smart Packaging-Funktionen wie EAS, RFID und Near Field Communication (NFC) ist innovativ und bietet COPACO-Kunden ein zusätzliches Alleinstellungsmerkmal am P.O.S.

Weiteres Beispiel: Warnsignale bei einer Unterbrechung der Kühlkette. Das COPACO-Unternehmen Limmatdruck/Zeiler AG hat für den Schweizer Hersteller von Geflügelgerichten Kneuss die erste Produktverpackung weltweit hergestellt, die ein so genanntes OnVu-Label trägt. Bei einer Lagerung im falschen Temperaturbereich verfärbt sich das Label sofort. Ergänzt wird die Lösung durch das Sichtfenster in der Verpackung. Da es aus Acetat ist, beschlägt es nicht, wenn es aus dem Kühlregal genommen wird. Der Verbraucher kann sich somit jederzeit problemlos von der Frische des Produkts überzeugen. In Hinblick auf das Marketing am P.O.S. verspricht die „organische und gedruckte Elektronik völlig neue Verpackungsfunktionen für mehr Anwenderfreundlichkeit und mehr Marketingnutzen“, fasst Martina Claus, Koordinatorin Technik & Entwicklung bei der COPACO, zusammen.

Auch auf spielerische Weise verändern die Technologien die Welt. Unter der Koordination von PolyIC kooperierten acht Firmen, unter anderem die COPACO, bei der Realisierung eines multifunktionalen, organischen Spielbretts welches verschiedene organische Elektronikbauteile in sich vereint und deren Kombinationsfähigkeit unter Beweis stellt. Der OE-A Gameboard Demonstrator ist ein Musterbeispiel für die Möglichkeiten der neuen Technologien, die unser Leben verändern werden, wie Mildner prophezeit: „Jede Branche der Wirtschaft wird durch den Einsatz der Organischen Elektronik in Zukunft verändert werden, einige sogar „revolutionär“ – wie die auf der LOPE-C präsentierten Beispiele belegen.“

Organische Elektronik:

Chip versus Strichcode
Sowohl Barcode als auch Organische Elektronik, also RFID-Tags, enthalten codierte Daten, die von entsprechenden Lesegeräten schnell gelesen werden können. Dies reduziert Arbeitsschritte und spart Zeit. Während ein Barcode aber nur die Informationen Produktart und Preis enthält, kann ein RFID-Tag sehr viel mehr speichern, sein Dateninhalt darüber hinaus später noch ergänzt werden. Der Chip weiß beispielsweise genau, wann ein Artikel produziert wurde, wann er die Fabrik verlassen und welche Stationen er passiert hat und wann er beim Kunden eingetroffen ist. Der Weg des Produkts ist so lückenlos nachvollziehbar.

Vielfältige Möglichkeiten
Organische Elektronik bietet vielfältige Möglichkeiten über die Logistik hinaus. Organische Photovoltaik, flexible Displays und Batterien, OLED und intelligente Textilien werden in wenigen Jahren unser Leben verändern. Organische Photovoltaik könnte beispielsweise teure Siliziumlösungen ersetzen, flexible Displays unsere Lesegewohnheiten verändern, flexible Batterien direkt in Geräte integriert werden. Kleidung mit integrierten Tastaturen, Sensoren oder Licht werden schon bald Alltag sein. Die organische Elektronik ist ein Markt der Zukunft, der, laut OE-A, enormes Potenzial birgt.

 

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